Der Name Klavier ergibt sich aus dem lateinischen Wort "Clavis", das "Schlüssel" heißt und "Tasten" meint. In früheren Jahrhunderten hießen vor allem die Manuale für Tasteninstrumente wie etwa Orgel oder Clavichord Klavier. Grundsätzlich können alle Tasteninstrumente mit festgelegter Tonhöhe pro Taste mit "Klavier" beschrieben werden. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts bezieht sich der Begriff vor allem auf besaitete Instrumente mit Hammermechanik. Längere Zeit wurde das heutige "Clavichord" Klavier genannt. Das über ein Tastenmanual gespielte Klavier ist vom klanglichen Wesen her ein Saiteninstrument. Man kann es sich wie eine riesige Gitarre vorstellen. Die gespannten Saiten werden nicht wie bei der Gitarre gegriffen oder gezupft, sondern bei fester Saitenlänge mit einer ausgeklügelten Hammermechanik durch einem Hämmerchen angeschlagen und so zum Schwingen angeregt oder mit Hilfe der Mechanik daran gehindert. Die Saitenlänge bestimmt die Tonhöhe. Je kürzer die Saite, desto schneller die Schwingung, desto höher der Ton. Je länger die Saite, desto langsamer die Schwingung, desto tiefer der Ton. Halbierung oder Verdoppelung der Saitenlänge ergibt je eine Oktave Tonhöhenunterschied. So erklärt bei sich auch die beim Konzertflügel charakteristische Form in Richtung eines einseitigen Dreiecks, bzw. die eines Flügels - und im Grunde auch die Saitenlage. Die Entwicklung der Hammermechanik ist gleichzeitig Ausgangspunkt und Motor der Klaviergeschichte. Maßgeblich für Flügel ist ein von B.Crisoforie um 1709 vogestelltes Instrument mit Aufsehen erregender Hammermechanik, einem Gravecembalo col piano e forte. Heute ist für Flügel ein erweitertes Prinzip, eine Repetitionsmechanik mit doppelter Auslösung von Érard und Herz bestimmend. Vorteile ergeben sich in der Spielbarkeit, vor allem bei schnell hintereinander angeschlagenen Tasten. Wir unterscheiden das kleine, weit verbreitete Klavier vom großen, edlen Flügel. Das Klavier hat stehende Saiten und eine stehende Hammermechanik. Die liegende Mechanik für die liegenden Saiten beim Flügel erlaubt mit Hilfe der Schwerkraft ein feineres Spiel als beim Klavier, bei dem zusätzliche Kompromisse bei der Saitenlänge den Klang hörbar beeinflussen. Wie man sich denken kann, spielen der benötigte Platz und die Kosten eine Hauptrolle bei der Beliebtheit und Verbreitung der "kleinen" Klaviere gegenüber dem Flügel. Der Tonumfang geht heute üblich von A2 bis C5. Die Befilzung der Hammerköpfe sind entscheidend für den Klang. Ausdünnen oder Auflockern der Filzschicht lässt ein Klavier härter, brillianter bzw. weicher, dumpfer erklingen. Während die Hammergewichte früher zwischen 0.5g und 1g lagen, sind heute Hammergewichte um die 4-8 g die Regel. Je nach Klangverhalten kann die Anschlagstelle bei 1/8 bis 1/10 der Saitenlänge liegen. Die Saiten sind aus Gussstahl und bringen in heutigen Flügel um die 75Kg auf die Waage. Basssaiten werden nicht restlos in voller Länge gespannt, sondern gekürzt und umsponnen, um das Gewicht auszugleichen. Alle Saiten werden auf einen gegossenen Eisenrahmen gespannt, wo bei die gesamte Spannung bei einem Flügel 15000 bis 20000 kg betragen kann. Der Resonanzboden (Körper zur Klangverstärkung) besteht fast ausschließlich aus 7-9 mm starker, einjähriger Bergfichte. tracer, 5.10.2001

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